Ein großer Gewinn für Bruchköbel

Es war im Jahr 1993 als ein kleiner, älterer Herr bei dem damaligen Bruchköbeler Bürgermeister Helmut Irmen vorsprach, um ein Anliegen vorzubringen, das ihm am Herzen lag. Fritz Hofmann hieß der bescheidene ältere Herr, und sein Anliegen war, für Bruchköbeler Kinder aus sozial schwachen Familien, etwas tun zu wollen. Seine Idee war, einen Kindergarten zu bauen, das Geld dafür, damals 1,8 Mio. DM, würde er zur Verfügung stellen. So erinnert sich Dr. Helmut Irmen in seiner eindrucksvollen Festrede, anlässlich der Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Fritz-Hofmann-Stiftung. Als damaliger Bürgermeister habe er sich über das großzügige Angebot gefreut, musste Herrn Hofmann aber darauf hinweisen, dass es allein mit dem Bau eines Kindergartens nicht getan sei, weil Betriebs- und Unterhaltungskosten über viele Jahre bei einem solchen Projekt hinzukommen. Er machte Fritz Hofmann den Vorschlag das Geld in einer Stiftung zu Gunsten Bruchköbeler Kinder anzulegen. So könne langfristig mit Hilfe der Zinsen aus dem festzulegenden Kapital bedürftigen Kindern geholfen werden, Kinder könnten gefördert und vielen Freude bereitet werden. Das gefiel Fritz Hofmann, wollte er doch, wie er sagte, Kinderaugen leuchten sehen. Das war die Geburtsstunde der gemeinnützigen, wohltätigen Stiftung Fritz-Hofmann-Hilfsfonds, die einige Jahre später in Fritz-Hofmann-Stiftung umbenannt worden ist. Das Stiftungskapital betrug 1,8 Mio. Deutsche Mark (920.000 Euro), aus dessen Zinserträgen die Hilfs- und Förderleistungen zu bestreiten sind. Fritz Hofmann starb im Alter von 94 Jahren und hinterließ ein Erbe, dass reichlich Früchte tragen sollte. Um nach 25 Jahren Fritz Hofmann und sein Werk zu würdigen hatten Vorstand und Stiftungsbeirat zu einer Feierstunde ins Bürgerhaus Bruchköbel eingeladen. Ihnen ging es vor allem darum, vielen Spendern und Menschen die sich tatkräftig am Wirken der Stiftung beteiligt hatten, Danke zu sagen. Danke dafür, dass die Stiftung in den 25 Jahren ihres Bestehens Hilfs- und Förderleistungen erbringen konnte, die mit über einer Mio. Euro die Höhe des Stiftungskapitals inzwischen übersteigen.

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Alles drehte sich um Kinder an diesem festlichen Abend. So führten Alina (11), Sophia (12) und Niklas (11) gekonnt und scheinbar ohne Lampenfieber durch das kurzweilige Programm. Eröffnet von zwei Flötenspielerinnen der Musikschule Bruchköbel, begrüße Lutz Heyer, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung die etwa 150 Gäste, darunter Politiker des Landtags, des Kreistags und der Stadt Bruchköbel, vor allem aber auch die wunderbaren Menschen, die sich als Spender, ehrenamtliche Mitarbeiter und Helfer bei den vielfältigen Aktivitäten der Stiftung hervorgetan hatten. Besonders erfreulich war, dass der Sohn von Fritz Hofmann mit seiner Ehefrau der Einladung gefolgt war. Ein gefühlvoll vorgetragenes Zwischenspiel des Violinenensembles der Musikschule leitete die Festrede von Dr. Helmut Irmen ein. Aus erster Hand, kurzweilig und emotional anrührend, fand sie großen Beifall. Solistische Zwischenspiele von Musikschülern am Klavier und an der Gitarre bildeten den Auftakt für die Gratulationen des Landtagsabgeordneten Christoph Degen und Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach. Christoph Degen würdigte die Arbeit der Stiftung und war begeistert von der Einbindung der Kinder in die Programmgestaltung. „Man sieht, was dabei herauskommt, wenn man kindliche Kompetenzen fördert und wenn man Kindern vertraut und sie machen lässt.“ Er überreichte gleich zwei Geldgeschenke, im Auftrag des Landtags und des Kreistags. Die Bedeutung der Fritz-Hofmann-Stiftung für die Stadt Bruchköbel und ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, auch bei der Durchführung der jährlich stattfindenden Kinder-Kultur-Tage stellte Bürgermeister Günter Maibach in den Mittelpunkt seiner Gratulation, die er mit der Überreichung eines Schecks garnierte. Wörtlich sagte er: „Die Fritz-Hofmann-Stiftung ist ein großer Gewinn für Bruchköbel.“

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Wirbelnde Kinderarme und Beine des Kinder-Tanzensembles Little Hoppers und ein anspruchsvoller Auftritt der älteren Diamond-Dancers der Tanzschule Lutz beschlossen den ersten Teil des Abends.

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Ein Konzertstück, gespickt mit Kinderliedern, der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr leitete die Grüße der Bruchköbeler Vereine ein, die Rainer Müller, Vorsitzender der Kapelle, überbrachte. Freudig konnte er mitteilen, dass einige Vereine einen Spendenbetrag überwiesen hatten. Mit einer Überraschung wartete Axel Gusenda vom Lions-Club Bruchköbel auf, der die Veranstaltung „Lions meets Music, Poesie und Painting“ im Januar 2019 ankündigte, deren Reinerlös der Fritz-Hofmann-Stiftung zugutekommen soll.

Nach einem musikalischen Zwischenspiel des Großen Blasorchesters und einem Dankeschön von Lutz Heyer, erfolgte die Einladung zu kleinen, kulinarischen Köstlichkeiten und einem guten Glas Wein. Während auf einer Großleinwand, endlos und von Musik untermalt, Bilder aus 25 Jahren Fritz-Hofmann-Stiftung eine abwechslungsreiche bunte Kulisse bildeten, war jetzt Zeit für gute Unterhaltung, Erinnerungen und neue Ideen.

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Kinderaugen leuchten sehen...

das war der Wunsch von Fritz Hofmann, als er im Jahr 1993, einen großen Teil seines Vermögens, das er sich im Laufe eines langen, arbeitsintensiven Lebens erworben hatte, zur Verfügung stellte, um zu helfen und Kinderwünsche zu erfüllen, die sonst unerfüllt bleiben würden.

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Kindern helfen, Kinder fördern, Kindern eine Freude machen

das ist die Kurzformel von Zweck und Zielen,wie sie in der Stiftungsverfassung festgeschrieben sind. Das Stiftungskapital betrug 1,8 Millionen Deutsche Mark. Das sind 920.325,39 EURO. Aus den Zinserträgen des Stiftungskapitals sind die Zuwendungen im Sinn des Stiftungszweckes zu finanzieren. Der Zweck der Stiftung, wie er in der Verfassung festgelegt ist, ist die Unterstützung deutscher hilfsbedürftiger Kinder bis zum 14. Lebensjahr, die in der Stadt Bruchköbel zu Hause sind. Die Bezüge der Eltern dürfen dabei nicht höher sein als das Vierfache des Regelsatzes der Sozialhilfe, bei Alleinerziehenden das Fünffache des Regelsatzes. Das gilt nicht für Personen, deren Vermögen zur nachhaltigen Verbesserung des Unterhaltes ausreichend ist.

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Die Verwaltungs- und Entscheidungsorgane

Die Verwaltungs- und Entscheidungsorgane der Fritz-Hofmann-Stiftung sind der Stiftungs-Vorstand und der Stiftungsbeirat. Ihre Arbeit wird ergänzt durch die Geschäftsführung und die Geschäftsführung / Kasse. Der Vorstand wird jeweils für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Amtszeit, Tätigkeit und Verantwortungsbereiche sind in der Verfassung geregelt. Die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder erfolgt ehrenamtlich. Der Vorstand hat im Rahmen des Gesetzes und der Verfassung den Willen des Stifters gründlich und nachhaltig zu verwirklichen. Es ist seine Aufgabe, das Stiftungsvermögen zu verwalten, darüber Buch zu führen und den Jahresabschluss zu erstellen. Dem Vorstand obliegt die Entscheidung über die Verwendung der Erträge des Stiftungsvermögens und aller anderen Zuwendungen.

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